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Jul 21, 2014, 10:19:34 PM (5 years ago)
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heribert
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Diehl Combitron und Olivetti Programma 101 erweitert.
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    r418 r614  
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    1010    <p>Rechner der 2. Generation hatten noch keine integrierte Schaltkreise. Das erschwerte den Bau leistungsf&auml;higer Rechner erheblich. Daher sind programmierbare Rechner dieser Spezies technisch besonders interessant. Schon 1966 brachte die deutsche Firma DIEHL einen solchen Rechner auf den Markt. Das Betriebsprogramm wird &uuml;ber einen Metall-Lochstreifen "gebootet" (siehe "Speichermedien"), Anwenderprogramme auf Papier-Lochstreifen gestanzt, die wieder eingelesen werden k&ouml;nnen. Wahrlich die Steinzeit programmierbarer Rechner! Solche Komplett-Anlagen sind sehr rar.</p>
    11 <h3>Diehl Combitron</h3>
     11       
     12<h3>Diehl Combitron</h3><br>
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     14<p>Der Diehl-Combitron war der erste funktionsfähige programmierbare Tischrechner, der in Deutschland gebaut und vertrieben wurde (1966-68).
     15Die ersten Combitron-Maschinen waren ohne Schnittstelle. Man hatte damit keine Möglichkeit, selbst geschriebene Programme zu speichern. Ein Programm konnte jedoch mit einem Zahlencode ausgedruckt werden, den man bei jedem "Neustart" über die Tastatur wieder eingeben musste.
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     17<div class="desc-left borderless no-copyright">
     18<a class="popup" href="/shared/photos/rechnertechnik/diehl-els.jpg">
     19        <img src="/shared/photos/rechnertechnik/diehl-els.jpg" alt="Diehl Lochstreifenstanzer" width="325" height="177" /></a>
     20        <p class="small"><b>Manueller Lochstreifenstanzer "DIEHL ELS"</b><br>
     21        Vergrößern: Bild anklicken!</p></div>
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     24Wir haben einen solchen Rechner, der recht selten ist.  Die Prozedur war sehr umständlich. Diehl erkannte aber schnell, dass diese Art der Bedienung von den Interessenten auf geringe Resonanz stieß. Daher wurde bereits 1967 eine Schnittstelle im Rechner eingebaut, an welche ein Lochstreifenleser anschließbar war. Selbstgeschriebene Programme musste man jedoch an Diehl einsenden. Dort wurden davon gegen Bezahlung Lochstreifen erstellt, die ein paar Tage später per Post zugesandt wurden. <br>
     25Dieses Verfahren war sehr umständlich und zeitraubend.
     26                Der Konkurrent "Olivetti" war hier viel fortschrittlicher. <br>
     27                Dem Druck der Anwender folgend baute man schließlich einen manuellen Lochstreifenstanzer (Diehl ELS), der sozusagen offline betrieben wurde. Es ist das preiswerte Gegenstück zu den Lochkartenstanzern.  </p>
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     29       
     30        <div class="desc-left borderless no-copyright">
     31        <a class="popup" href="/shared/photos/rechnertechnik/diehl-els-detail.jpg">
     32        <img src="/shared/photos/rechnertechnik/diehl-els-detail.jpg" alt="Diehl Lochstreifenstanzer" width="325" height="242" />
     33                </a>
     34                <p class="small"><b>DIEHL ELS Lochstreifenstanzer Ausschnitt</b><br>
     35                Vergrößern: Bild anklicken!</p>
     36                 </div>
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     38<br><br>
     39               
     40                Das Detail-Bild zeigt, wie Befehle und Ziffern in den Lochcode umzusetzen waren. Immerhin konnte man damit "just in time" arbeiten.
     41                Um mit dem Konkurrenten Olivetti mithalten zu können wurde als letzte Version der Lochstreifenstanzer ELS 830, der zunächst nur für den fabrikinternen Gebrauch gedacht war, auch an Kunden verkauft. Dieser Stanzer stanzt die Lochstreifen bei der Eingabe des Programms auf der Tastaur mit. Der Übersetzungscode ist damit entbehrlich.
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    1244    <div class="box center auto-bildbreite">
    13         <img src="/shared/photos/rechnertechnik/combitron-s.jpg" alt="Diehl Combitron" width="690" height="232" /></div>
    14                 <p>Die Combitron war der erste funktionsf&auml;hige programmierbare Tischrechner, der in Deutschland gebaut und vertrieben wurde (1966-68). Hier ist die <b>Combitron-S</b> (1968-71) abgebildet, die zusätzlich 10 Programmspeicher, 10 Konstantenspeicher und 2 Sprungbefehle gegenüber der Combitron hatte. Rechts steht der DIEHL Dilector (Lochstreifenleser) und links der DIEHL ELS 830 (Lochstreifenstanzer), der quasi "online" die Programmeingabe auf der Tastatur in den Lochstreifen stanzt. Das System ist voll funktionsf&auml;hig. Als Speichermedium dient ein <a href="speichermedien.php#magnetostriktion" name="backlink-diehl" title="Laufzeitspeicher" class="go">Laufzeitspeicher</a> (Kapazit&auml;t ca. 1000 Bit).<br>
    15                 Die ersten Combitron-Maschinen waren noch ohne Schnittstelle. Man hatte damit keine Möglichkeit, selbst geschriebene Programme abzuspeichern. Ein Programm konnte jedoch mit einem Zahlencode ausgedruckt werden, den man bei jedem "Neustart" über die Tastatur wieder eingeben musste. Wir haben einen solchen Rechner, der recht selten ist. Schon 1967 wurde über eine eingebaute Schnittstelle ein Lochstreifenleser anschließbar. Nun konnte man selbstgeschriebene Programme an Diehl einsenden. Dort wurden davon Lochstreifen erstellt, die man gegen Bezahlung erwerben konnte und zugeschickt bekam. Die Prozedur war sehr umständlich. Erst später wurde schließlich ein Lochstreifenstanzer angeboten, der das eignene Abstanzen von Programmen erlaubte. Der Konkurrent "Olivetti" war hier viel fortschrittlicher:</p>
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     45        <img src="/shared/photos/rechnertechnik/combitron-s.jpg" alt="Diehl Combitron" width="850" height="284" />
     46                <p class="small"> <b>DIEHL Lochstreifenstanzer ELS830, Combitron-S, Dilector</b></p>
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     49                <p> Hier ist die <b>Combitron-S</b> (1968-71) abgebildet, die zusätzlich 10 Programmspeicher, 10 Konstantenspeicher und 2 Sprungbefehle gegenüber der Ur-Combitron hatte. Als Speichermedium dient ein <a href="speichermedien.php#magnetostriktion" name="backlink-diehl" title="Laufzeitspeicher" class="go">Laufzeitspeicher</a> (Kapazität ca. 1000 Bit). Es handelt sich um einen "flüchtigen Speicher". Nach dem Abschalten waren alle Programme und Daten weg. Der Lochstreifenleser "Dilector" erlaubte schließlich das erneute Einlesen abgelochter Programme.</p><br>
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    1753<h3>Olivetti Programma 101</h3>
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    19     <p>Im selben Jahr (1966) erschien die Olivetti Programma 101 auf dem Markt. Erstmals in der Geschichte der EDV war es f&uuml;r Ingenieurb&uuml;ros m&ouml;glich, einen "kleinen" Rechner zu erwerben, auf welchem man schnell eigene Programme auf Magnetkarten abspeichern konnte. Die Maschine mit viel Mechanik wurde zu einem Verkaufsschlager. Billig war dieser Einstieg nicht: Doch der Preis von 14800,- DM + Steuer (ca. 8000,- Euro) machte sich durch Einsparen von viel manueller Rechenzeit schnell bezahlt.</p>
     55    <p>Im selben Jahr (1966) erschien die Olivetti Programma 101 auf dem Markt. Erstmals in der Geschichte der EDV war es für Ingenieurbüros möglich, einen "kleinen" Rechner zu erwerben, auf welchem man schnell eigene Programme auf Magnetkarten abspeichern konnte. Die Maschine mit viel Mechanik wurde zu einem Verkaufsschlager. Billig war dieser Einstieg nicht: Doch der Preis von 14800,- DM + Steuer (ca. 8000,- Euro) machte sich durch Einsparen von viel manueller Rechenzeit schnell bezahlt.</p>
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    21     <div class="box left clear-after">
     57    <div class="desc-left borderless">
    2258       <img src="/shared/photos/rechnertechnik/olivetti_programma101.jpg" alt="Programma 101" width="379" height="301" class="weisser-rahmen" />
    23        <p class="bildtext">Die legend&auml;re <b>PROGRAMMA 101</b> von Olivetti. <br/>
    24            Man k&ouml;nnte die P 101 auch als ersten Personal-Computer der Welt bezeichnen. <br/>
    25            In der Mitte ist die Magnet-Programmkarte zu sehen. Der folgende Link f&uuml;hrt auf eine kurze Erl&auml;uterung des hier verwendeten Speichermediums, dem <a class="go" name="backlink-olivetti" href="speichermedien.php#magnetostriktion">Laufzeitspeicher</a>.
    26            Der eingebaute magnetostriktive Laufzeitspeicher ist in 10 Register aufgeteilt, wobei jedes Register aus 24 Speicherzellen zu je 8 Bit besteht. Das entspricht ca. 240 Byte Speicherkapazität.
     59       <p class="small">Die legendäre <b>PROGRAMMA 101</b> von Olivetti. </p>
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     62          <p> Man könnte die P 101 auch als ersten Personal-Computer der Welt bezeichnen. Aber eigentlich ist es mühsam, darüber zu philosophieren, welcher Rechner der "erste" PC war.<br/>
     63           In der Mitte ist die Magnet-Programmkarte zu sehen. Das Speichern von Programmen ist bei dem P101 gegenüber der Combitron sehr komfortabel.<br>
     64           Der eingebaute magnetostriktive Laufzeitspeicher ist in 10 Register aufgeteilt, wobei jedes Register aus 24 Speicherzellen zu je 8 Bit besteht. Das entspricht ca. 240 Byte Speicherkapazität. Der folgende Link führt auf eine kurze Erläuterung des hier verwendeten Speichermediums, dem <a class="go" name="backlink-olivetti" href="speichermedien.php#magnetostriktion">Laufzeitspeicher</a><br>
     65                   Heute ist dieser Rechner vor allem wegen seines ungewöhnlich schönen und preisgekrönten Designs gesucht. Die Reparatur ist aufwändig, da sich alle Kunststoff-Rollen des Magnetkartenantriebs "verflüssigt" haben und der kleine Trommeldrucker Probleme bereitet. Dennoch: Unsere P 101 ist voll funktionsfähig.
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    2970<h3>WANG 320</h3>
    3071    <p>Hochinteressant ist auch der 1967 gebaute wissenschaftliche Rechner "WANG 320". Ein extrem seltenes Ger&auml;t mit Lochkartenprogrammierung und mehreren Keyboards, f&uuml;r die damalige Zeit eine Weltsensation.</p>
  • en/computer/programmable.php

    r488 r614  
    1717        <h3>Diehl Combitron</h3>
    1818    <div class="box center">
    19         <img src="/shared/photos/rechnertechnik/combitron-s.jpg" alt="Diehl Combitron" width="690" height="232" />
     19        <img src="/shared/photos/rechnertechnik/combitron-s.jpg" alt="Diehl Combitron" width="850" height="284" />
    2020        </div>
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